Die Euromodell ist eine der mittlerweile zahlreichen, von der Breidenbach GmbH veranstalteten Messen und Ausstellungen. Sie findet für gewöhnlich im November, auf einer Fläche von ca. 28000 Quadratmetern untergebracht, in 5 Hallen statt.
Seit dem Jahr 2000 besuchen Hanno Niesler und ich regelmäßig für einen Tag die Euromodell in Bremen. Da sich die Messe nur
zum einkaufen nicht lohnt, haben wir nach dem ersten Besuch beschlossen, das wir im darauf fogenden Jahr mit Modell anreisen.
Da unser Mitglied Oliver Seekamp gleichzeitig auch Mitglied beim SMC Bremen ist, war für eine Unterbringung der Modelle
immer schnell gesorgt.
Die diesjährige Euromodell gestaltete sich zu den vorangegangenen jedoch etwas anders. Zum ersten waren wir diesmal nicht beim SMC Bremen zu Gast, sondern bei der IGS Hansa, da die IG Spezialschiffe hier ihr zweites Bremer Mitglied hat. Zum zweiten waren wir diesmal an allen Tagen vor Ort und zum dritten war die Beteiligung der Ig'ler auch etwas höher.
Da die mitgebrachten Modelle der IG doch einiges an Platz erforderten, waren die Kollegen der IGS Hansa so nett und räumten uns einen Bereich zur Unterbringung der Modelle ein.
In der, wie man sieht, sich auch Frauen wohlfühlten.
Da auf dem großzügig bemessenen Vorführbecken bis auf wenige Ausnahmen keine organisierten Programme stattfanden, wurde die PRINSESSE RAGNHILD von Oliver Seekamp für einige Verschleppungen "eingespannt". Dieses Modell ist auf Grund seiner Größe ein warer Publikumsmagnet, und so waren während des Schleppens die Beckenränder binnen kürzester Zeit von Besuchern dicht gesäumt.
Die Schlepper DACHS und HUGO schleppen die PRINSESSE RAGNHILD, Heck voraus, durch das Messebecken.
Auf halber Strecke kam es dann zur Havarie. Beim DACHS brach die Sicherungsleine zur Verriegelung des Schlepphakens. Der Haken löste aus und der Schlepper mußte die Assistenz abbrechen. Schlepper HUGO hatte so seine liebe Mühe gegen die Kreuzwellen anzukämpfen. Als er fast mit der PRINSESSE RAGNHILD im Schlepp am Beckenrand angekommen war, wurde er von einer querkommenden Welle erfasst, nahm Wasser und mußte ebenfalls die Verbindung lösen. Die PPRINSESSE RAGNHILD trieb nun manövrierunfähig im Becken.
Ein herbeigerufener Schlepper bugsierte den Havaristen zum Beckenrand.
Zahlreiche Besucher bestaunen die Prinsesse Ragnhild. Im Bildrand oben rechts, ist noch der Bug vom geborgenen HUGO zu erkennen.
Als neuer Kopfschlepper kam nun die WYEFORCE zum Einsatz. Eifrige Bemühungen einen neuen Heckschlepper zu organisieren scheiterten. Ein niederländischer Modellbau-Kollege der Vaargroep Harderwijk schlug seinen DICKIE-Schlepper als Heckschlepper vor.
Die anfängliche Skepsis über die Tauglichkeit des Schleppers wich in dem Augenblick, als der "Kleine" anzog. Für ein
Spielzeug legte das Schiff respektable Pfahlzugwerte vor.
Der Verband kam vom Beckenrand frei und die Verschleppung der Prinsesse Ragnhild in das Hafenareal des Beckens konnte
beginnen.
Konnte der DICKIE Schlepper die Ragnhild am Beckenrand noch gut händeln, so mußte er sich während der Fahrt ganz schön ins Zeug legen. Hatte er doch ein Schiff von 220 Kg zu bewältigen.
Die Einfahrt in das Hafenareal.
Das Wendebecken des Areals - für einen Schleppverband solcher Länge nicht viel mehr als ein Stecknadelöhr. Hier zeigte
sich, wer sein Modell unter Kontrolle hatte und die Prinsesse Ragnhild ohne Kontakt mit den Kaimauern an ihren Anleger brachte.
Die PRINSESSE RAGNHILD ist ordnungsgemäß zu ihrem Liegeplatz verholt worden und wird vertäut. Thomas Lührsen war in der Zeit damit beschäftigt seinen Schlepper trocken zu legen. Durch die übergekommene Welle drang Wasser u.a. in den Fahrtregler ein.
Leider etwas unscharf, aber dennoch eine Frage wert: Ist es die Notstromversorgung für Halle 6, oder ein Versuch die hohen Energiekosten in den Niederlanden aufzufangen?
Weder noch. Dies sind zwei komplette Akkusätze und ein zusätzlicher Fahrakku für die SMIT SIBERIE von Andre Bouwens.
Da wir das ganze Wochende mit Fachsimpeleien und dem schleppen beschäftigt waren, sind wir nicht dazu gekommen Fotos von anderen Modellen zu machen. Wir verweisen an dieser Stelle freundlichst auf die Kollegen von der IGS Hansa und vom SMC Bremen
.Da Seeleute / Modellbauer (evtl. auch Sehleute) ja für ihren guten Appetit gekannt sind, möchte ich an dieser Stelle auf
folgendes Hinweisen:
Das Wirtshaus
Das Ambiente ist, ich möchte mal sagen, rustikal gehalten. Wer z.B. seinen Teller nicht leer ist, bekommt es mit dem Chef
persönlich zu tun. Und muß zu seinem Verhalten Rede und Antwort stehen. Ist die Antwort in den Augen des Chef's falsch,
muß/darf man die selbe Portion noch mal essen. Die Portionen sind üppig, die Preise äußerst angemessen und das Essen einfach
nur lecker. Prädikat: Absolut empfehlenswert!