Hanno Niesler
Viele Wege führen zum Ziel einer anständigen Decksbeplankung aus Holz. Man kann die Kalfaterung mit Tusche aufmalen,
oder man legt schwarzen Zwirn zwischen die Planken. Statt dessen eignet sich auch schwarzen Karton, oder die Lücken zwischen
den Planken werden mit Filzstift nachgezogen. Meine Methode geht so:
Eine anständige Portion UHU endfest oder Araldit wird mit 2 bis 3 Tropfen schwarzer Eddingtusche vermischt. Die enthält
derart viele Pigmente, das diese kleine Menge ausreicht, den Klebstoff pechschwarz zu färben. Dann wird der Kleber möglichst
gleichmäßig auf die vorher angeschliffene und entfettete Fläche aufgetragen. Wichtig ist die richtige Schichtdicke sowie ein
möglichst gleichmäßiger Auftrag! Die vorbereiteten Planken werden nun Stück für Stück in den Kleber gelegt, vobei der gewünschte
Abstand noch lange Zeit später korregiert werden kann. Deshalb ist es wichtig, nicht etwa 5-Minuten-Epoxidkleber zu verwenden:
So schnell kann niemand die Planken legen und dann justieren. Weiträumige Verschiebungen der Planken sollten allerdings vermieden
werden, da man dabei den Kleber mit verschiebt. Letztlich werden die Planken mit leichtem Druck in den Kleber gedrückt, sodaß
dieser idealerweise eine halbe Plankenstärke hochquillt. Ist alles ausgehärtet, wird geschliffen, und zwar immer in Faserrichtung
des Holzes. Der Schleifstaub läßt sich am besten mit einer Messingbürste entfernen. Sollten beim Schleifen zu hoch stehende
Kleberteile mit abgeschliffen und dadurch hell geworden sein, so macht das nichts, denn beim anschließenden lackieren wird alles
wieder schön schwarz. Für die abschließende Lackierung hat sich Glasurit Unisiegel, seidenmatt, bewährt. Dieser Klarlack wird in
3 bis 5 Schichten mit dem Pinsel aufgetragen.
Die Zutaten: UHU plus endfest, Edding-Nachfülltusche schwarz, vorbereitete Planken.
Vorsichtshalber in zwei Zügen habe ich den Ruderhausboden beplankt,
aber es wäre zeitlich auch in einem einzigen Arbeitsgang möglich gewesen.
Noch sind die Planken nicht ausgrichtet.
Auch das Holzdeck meiner SAR 33 ...
... ist auf diese Weise entstanden.